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2011/09/07

...dass man mit dem richtigen Marketing alles verkaufen kann!

Ich stelle mich also neben einen großen Mann welcher völlig mit Haaren bedeckt ist. Solche von der Art die aufällig sind, wären sie mir nicht aufgefallen. Jegliches Licht welches unterhalb von zwei Meter 40 ist - nimmt er in sich auf.

Ich wage mich einen Schritt zurück und blicke nach links. Meine Sicht erhellt sich - ein rotes Ding mit 4 Ecken wobei 2 höher sind als die Restlichen, strahlt mich an.

Bevor ich bemerke was es ist, läuft mein Körper schon in dessen Richtung. Plötzlich bleibe ich stehn. „Mist! Da war wohl etwas schneller“, denk ich mir und stelle mich diesmal hinter das Lichtvakuum.

Ich wippe ein wenig mit den Beinen und blicke kurz nach links. Wer wird wohl schneller sein? Diese drei durcheinander spontan Umentscheider und ihr Anführer oder wohl doch eher der haarige Große? Von hinten ist alles frei. Ich muss mich also noch nicht entscheiden. „Oh nein! Verstärkung!“ Und sehe wie zu meiner linken eine Flut von Menschen die vermeindliche Mutter überschwämt. „Keine Angst ich steh hinter dir“. Sage ich zum ihm und warte ungeduldig bis er verschwindet! Ich schmeiße dem vermutlich gerade erst neu hier Angefangen ein Wort entgegen, welches mich an hunrige heimwärts Märsche von meinem immer wiederkehrenden vergeblich nach Änderung suchenden Treffpunkt für die großen Köpfe unseres Landes, erinnert und schweife weiter ab. “Sie werden es bei uns lieben! Wir sind alle eine große Familie. Sag ich immer. Überstunden werden übringends nicht ausbezahl.“ Und dann muss er sich ganz oft hintereinander Dieses Wort anhören. An seinem ersten Arbeitstag. Ja daraus hätte man was machen können... Bei nächsten Flashmob werd ich Flyer machen. Würde ich mir jetzt denken. Nur leider liegen dazwischen noch mindestens 5 Stunden Hirnarbeit. Angefangen mit dem Verlassen des Tresen. Auf meinen 4 eckingen roten Teller starrend. Bemerke ich dass die Verpackung des mir erworbenen, meiner Meinung nach jetzt schon viel zu überteuerten Kartons, meine Skepis nicht gerade mildert.

Nach dem ich einen Platz gefunden habe, öffne die ca 5 mal 10 Zentimeter große Box und blicke hinein.

„Ich habe auf dich gewartet“ Dringt es in mein rechtes Ohr. Ich wende meinen Kopf in die selbige Richtung und erwiedere ein „Das ist aber nett“. „Wir müssen ihn gemeinsam genießen“. Kommt zurück. Ich beisse in eine weiße ovale Form aus Zucker, aufgeschäumt mit Luft um es in eine Form zu bekommen die der eines Weißbrotbrötchens ähnelt, um weiteren Sätzen, von noch weiter rechts kommend, zu lauschen. „Schmeckt wie Hot Dog“ werfe ich irgendwann ein. „Ja. Ja ja. Hot Dog.“ Erwidert der haarige, mittlerweile nicht mehr so große Mann. „Ich hätte doch lieber den Tunfischsalat nehmen sollen. Aber das passt einfach nicht zusammen.“ Drängt sich mir gerade eine Stimme, die stark nach meiner eigenen klingt, auf.

„Ey, hast du gewusst dass es hier Tunfischsalat gibt?“ Schrei ich in die Menge.

„Aha, nein“, höre ich noch als mein Blick ins Leere schweift und ich beginne zu erzählen: Weißt du, diesen Tunfischsalat den kann man auch zum Menü nehmen. Aber Tunfisch und sowas – passt einfach nicht zusammen!“

Mann muss übringends anmerken dass nichts auch nur ännähernd damit zusammen genießbar wäre.
Man hätte immer diesen wunderbar erfrischenden Geschmack aus Wiener Würste mit Fischstäbchensaft. Zusätzlich zu der irritierenden Konsistenz von naß gewordenen Weißbrot, welches sich aber viel zu schwer kauen lässt als wolle man es wieder ausspucken.
Ein wahrliches Mundspektakel.

Hätte ich nicht so einen resistenten Magen, ich würde kotzen vor Aufregung.
Produkttest beendet. Ich freu mich schon auf morgen. Da kommt der nächste neue Burger!